One kind act a day keeps the hatred away

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Ich liebe es Menschen zu beobachten. Sei es in der Bahn, beim Einkaufen oder in einem Café. Ich versuche mir immer auszumalen, was einzelne Menschen für ein Leben führen. Welche Person steckt zum Beispiel hinter der Busfahrerin, die mich schon so oft von A nach B gebracht hat? Beobachtet man einzelne Personen, fällt einem auf, wie wenig Kontakt sie zu den Menschen um sich herum haben und wie engstirnig viele durch die Welt laufen. Kein Blick nach rechts oder links. Egal, ob gewollt oder ungewollt. Vor ein paar Tagen bin ich an einer Werbeanzeige vorbeigelaufen: “Rede nicht mit Fremden – sie könnten zu Freunden werden”. In dem Moment schaute ich um mich und sah viele Menschen, jedoch kaum Gesichter. Entweder sie schauten auf ihr Handy oder mit mürrischer Miene nach vorne, um bloß nicht mit jemanden in Kontakt zu treten.

Als ich durch Thailand gereist bin, hat mich die Freundlichkeit, Höflichkeit und Zuvorkommenheit der Einheimischen fasziniert. Sie waren sowohl nett zueinander, als auch zu Touristen. Es war eine Selbstverständlichkeit, sich gegenseitig zu helfen und sich nicht einfach zu ignorieren. Ich war aber gleichzeitig schockiert, dass ich das als eine unbeschreiblich tolle Charaktereigenschaft der Thailänder empfand. Dabei sind doch gerade diese Eigenschaften Dinge, die jeder Mensch besitzen kann und besitzen sollte. Ich versuche immer das Beste in einem Menschen zu sehen. Ich möchte verstehen, warum jemand handelt, wie er handelt, ohne voreilige Schlüsse zu ziehen. Natürlich bin ich nicht perfekt und das funktioniert nicht immer. Ich musste erschreckenderweise feststellen, in was für einem Trott man verfallen kann, wenn man tagein, tagaus das gleiche Leben führt und einem die natürlichsten und einfachsten Dinge nicht regelmäßig vor Augen geführt wird.

Wann hast du zuletzt jemanden die Tür aufgehalten und es gerne gemacht? Wann hast du zuletzt der Kassiererin oder dem Busfahrer einen schönen Tag gewünscht und dich bedankt? Wann hast du zuletzt jemandem deine Hilfe angeboten, der etwas hilflos durch die Gegend schaute?

Dabei kam mir der Gedanke, wie schön es wäre, wenn man nicht jeden Tag einen Apfel essen würde, um sich selbst einen Besuch beim Arzt zu ersparen, sondern jeden Tag eine gute Tat vollbringt. Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft kosten nichts. Aber es ist ein unglaublich tolles Gefühl, ein dankbares Lächeln zu erhalten und die kleinste Geste, kann die Welt für jemand anderen bedeuten. Findest du es nicht auch nett, wenn dir die Tür aufgehalten wird? Oder wenn dir der Weg in einer fremden Stadt gezeigt wird? Oder wenn dir etwas aufgehoben wird, dass dir runtergefallen ist?

Und wenn man jeden Tag aufs Neue etwas Gutes für jemanden macht (natürlich muss es nicht nur eine Geste sein), wird es auf Dauer alltäglich und somit in Zukunft eine Selbstverständlichkeit. Es ist wichtig, nicht zu vergessen, dass es einem selbst viel mehr Freude bereitet, mit einem positiven Gemüt durch die Welt zu spazieren, als sich von der Sturheit und Negativität anderer beeinflussen zu lassen. Denn dann ist man nicht besser als der Miesepeter von nebenan und trägt nicht zu einer besseren Welt bei. Probiere es aus und gehe morgen mit einem Grinsen und Blick nach oben aus dem Haus, anstatt mit einem mürrischen Blick nach unten auf dein Handy. Schau dich um und sei dankbar, dass du hier in diesem Moment bist, wo auch immer du gerade sein magst.

Und vergiss nie: Wirf mit Nettigkeit um dich, als wäre es Konfetti 🙂

Cheers, Jen ♥


One kind act a day keeps the hatred away

I love watching people. Whether it’s on a train, in a café or in a shopping mall. I always try to picture the life they are living. And when you stop looking at each person as an individual you realise that no one ever looks left or right. Everyone focuses on their own way without getting in contact with someone else. The other day on my way to work I passed an advertisement saying “Don’t talk to strangers – they might become friends” and I automatically looked around me. I saw many people either looking down on their phone or straight with a grumpy expression on their face. As if everyone was trying to hide from everyone else around them.

When I was in Thailand I was fascinated by the friendliness and courtesy of local people. They were so welcoming and kind and the craziest part about it was that they didn’t expect anything from you. Thai people are as nice to each other as they are to foreigners because they see it as natural. At the same time I was shocked that I was surprised about it. Isn’t kindness one thing that everyone can and should show? I always try to see the best in people and to be nice to everyone. Of course, I am not perfect either and that doesn’t work all the time. But I try to understand why people behave like they do and not jump to conclusions. 

When was the last time you held the door open for someone? When was the last time you wished your cashier a wonderful day and said thank you? When was the last time you offered someone your help who looked lost?

That’s when I thought: Why not doing one kind act a day instead of eating one apple a day to keep the doctor away? Being kind and helpful doesn’t cost a thing. It makes you feel great instead and it may mean the world to someone else. Wouldn’t you be happy if someone holds the door open for you? Or if someone leads you the way in a foreign city? Or if someone picks something up for you when your hands are full?

Doing at least one nice thing for someone else everyday eventually becomes a matter of course. Don’t forget that walking around with a positive state of mind brings you a lot more joy than a negative vibe. You are not better than any other grouch if you don’t start to try and make the world a better place. Give it a try – you won’t regret it. Leave the house with a smile tomorrow and not looking down at your cellphone. Look around you and be grateful for where you are right now in that very moment. 

And never forget: Throw kindness around like it’s confetti. 🙂

Cheers, Jen ♥

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