Und so ergibt am Ende alles einen Sinn

English version

„Everything happens for a reason.“ Als ich den Spruch vor Jahren zum ersten Mal gelesen habe, musste ich schmunzeln. Lustig. Eine nette Umformulierung für den Aufmunterungsklassiker „Alles wird gut“, den ohnehin niemand hören möchte. Die letzten Jahre haben mich jedoch eines besseren belehrt und als eine Freundin mir vor ein paar Tagen von ihrem Liebeskummer erzählte, wurde ich erneut daran erinnert.

Es spielt keine Rolle, ob der Grund für eine schlechte Phase eine gescheiterte Beziehung, ein Freundesverrat oder ein unüberlegt gewählter Studiengang ist. Es gibt Situationen, in denen man Tage, Wochen, ja sogar manchmal Monate und Jahre damit verbringt, Vergangenes zu zerdenken. Man malt sich 100 verschiedene Konversationen aus, die letztlich doch nicht stattfinden. Und dann sind da all die Fragen, auf die man sowieso nie eine Antwort erhält: Warum habe ich mich (nochmal) darauf eingelassen? Warum habe ich nicht auf xy gehört? Warum passiert das immer mir? Und letztlich sitzt man da und redet sich ein, dass sich doch alles bald ändern muss. Dass man das doch gar nicht verdient hat und das Leben nicht nur schlecht sein kann. Dabei merkt man nicht, dass stundenlanges Denken allein nicht weiterführt. All die unausgesprochenen Gedanken in deinem Kopf sind wie ein Rezept, dass du dir zusammenreimst, aber nie kochst, geschweige denn kostest.

„Life isn’t always easy, but just complaining about it will change nothing.“, habe ich einmal im Internet gelesen. Als ich darüber nachdachte, konnte ich das Zitat überzeugt abnicken. Niemand muss sich dauerhaft in einem Zustand befinden, der ihn belastet. Verlasse die Person, die dir das Gefühl gibt nicht genug zu sein, egal, ob es dein Partner oder eine Freundin ist. Kündige den Job oder wechsle den Studiengang, wenn du jeden Morgen mit Bauchschmerzen aufstehst. Ja, ich weiß, das klingt alles easy, ist es aber letztlich nicht.

Der entscheidende Moment ist der, in dem es „Klick“ in deinem Kopf macht. Ganz von allein. Vielleicht geschieht das durch eine Konversation, vielleicht während du einen Film schaust oder vielleicht über Nacht. Der Vorhang fällt und du siehst die Realität. Keine rosarote Brille mehr. Keine unerfüllten Wunschvorstellungen. Auch ich habe oft nicht auf Worte meiner Freundinnen gehört, um im Nachhinein festzustellen, dass sie die ganze Zeit recht hatten. Aber das ist okay. Solange man es irgendwann schafft. Es schafft das loszulassen, was einen runterzieht und zu sehen, dass das Leben gut ist. Dass es so viele Dinge gibt, für die man dankbar sein sollte. Vielmehr, als sich täglich den Kopf darüber zu zerbrechen, was man vermeintlich nicht hat.

Und letztlich sieht man, dass jede Träne, jede Schweißperle und Zornesfalte der Puzzleteil eines großen Ganzen sein kann. Manchmal muss man jemandem eine zweite Chance geben, um am Ende festzustellen, dass es wirklich nicht oder immer noch nicht passt. Vielleicht ist man am Ende verletzt, aber das mag besser sein als sich die ganze Zeit zu fragen „Was wäre gewesen wenn“, oder nicht? Manchmal muss man den falschen Studiengang beginnen, um dann festzustellen: Okay, ich habe Zeit verloren, aber jetzt weiß ich, dass dieser Job mir keinen Spaß bringen wird. Und manchmal muss man auf einen anderen Kontinent reisen, um dort jemanden kennenzulernen, der plötzlich alles bisher dagewesene entschädigt. Dann kann es sein, dass man in einem Auslandspraktikum endet und dort ermutigt wird, endlich seinen Blog zu starten.. Und so ergibt am Ende alles einen Sinn. Wenn man nur daran glaubt.

Cheerio, Julia ♥


Everything happens for a reason

“Everything happens for a reason.” When I first read this quote years ago I grinned to myself. Funny. A lovely rewording of the well-known encouragement sentence “Everything will be fine.” However, the last years put me right. Hearing a friend talking about her lovesickness a few days ago reminded me of this quote again.

It doesn’t matter if a broken relationship, a friend betrayal or a false decision causes your bad phase. There are situations, in which we can’t but think about the same thing over and over again. You imagine 100 different conversations, which, in the end, will not happen anyways. On top there are all those questions and in the end you can’t but telling yourself that life has to change, that you do not deserve any of this and that life cannot be that bad. While doing so you do not recognize that even hours of thinking won’t change anything. All those unspoken thoughts are like a recipe you put together in your head but which you will neither cook nor taste.

“Life isn’t always easy, but just complaining about it will change nothing.” Another quote I once read on the internet. Thinking about it for a while made me agree on it. No one has to be stuck in a state of dissatisfaction. Leave the person who weighs you down. Quit your job or change your course of study if you wake up having stomachache. Well, I know, that always sounds pretty easy but really changing something in the end is not that simple.

The decisive moment happens in your head. There’ll be a time when something in your mind shifts. Sometimes the reason is a conversation, sometimes a movie and sometimes it happens over night. It’s the moment when the curtain falls and you see anything but the reality. When it comes to myself, I also didn’t listen to my friends’ advices many times, only to recognize afterwards that they were right all the time. It may take a while. But that’s okay. Until you’ll make it at one point in your life. Make it happen to let go what is not meant to be and to start seeing that life is good. It’s so much more important to focus on the things you have rather than to crave for what seems to be missing.

And in the end  you will see, that everything was worth it. Every tear, every bead of sweat and every wrinkle could be a piece to fill in the puzzle. Sometimes you have to give someone a second chance just to figure out that nothing has changed for good. Maybe you will be hurt in the end, but that’s better than to ask yourself “What could have been, if..”, isn’t it? Sometimes you have to choose the wrong course of study, just to detect that the time wasted is better than doing a job, which won’t make you happy. And sometimes you need to travel to another continent to meet someone, who suddenly compensates every previous misery. Then you’ll probably end up in internship abroad and get motivated by a colleague to finally start your own blog… And that’s why everything happens for a reason. You just have to believe in it.

Cheerio, Julia ♥

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